BEDIENUNGSANLEITUNG

UND AUFSTELLUNGS-TIPPS

1. ALLGEMEINES

DAN SKAN-Kaminöfen sind als Flachfeuerstellen gebaut, bei denen man besonders gut das Kaminfeuer, vom Glutbett bis zu den Flammenspitzen, sehen kann. Die Konstruktion der Öfen ist in Design und Technik auf Verbrennung von flammenbildenden, trockenem Scheitholz konzipiert.
Das Verbrennen von Abfällen, insbesondere Plastik, Spanplatten und Bauholzresten schadet Ihrem Kaminofen und dem Schornstein, es ist zudem durch das Bundesimmissionsschutzgesetz verboten.

2. VERBRENNUNGSLUFT-ZUFÜHRUNG

Die intelligente Automatiksteuerung der DAN SKAN-Öfen benötigt keine weiteren handbetriebenen Einstellhebel. Das zeichnet auch das schlichte und zeitlose Design der DAN SKAN-Öfen aus. Eine optimale Verbrennung wird durch die automatisch geregelte Verbrennungsluftsteuerung ermöglicht. Die primäre Verbrennungsluft dient dem Startfeuer und wird im unteren Bereich des Feuerraums an das Brenngut geführt. Die sekundäre Verbrennungsluft wird über die Glastürhinterlüftung in den Feuerraum geleitet. Durch die Automatik wird eine dritte Verbrennungsluft zur zusätzlichen Nachverbrennung der Rauchgase hinzugeführt. Dies geschieht über die bimetallgesteuerte Automatik! DAN SKAN-Öfen haben somit eine

• Primär- • Sekundär- und • Tertiärluftversorgung

3. BEDIENUNGSSICHERHEIT

Auch wenn unsere Öfen durch die eingebaute „Intelligenz“, die sich selbst steuernde Automatik, bedienungssicher sind, muss man beim Betrieb des Ofens immer beachten:
     • Der Rüttelrost bleibt ganz geschlossen.
     • In der Rüttelrostmulde liegt immer eine dichtende Ascheschicht.
     • Das Zugventil bleibt immer geöffnet.
     • Eine Reduzierung des Schornsteinauftriebs ist durch Drosselung der Drosselklappe am Rauchrohr     möglich.

4. HOLZFEUERUNG

Eine gute Holzverbrennung wird ausschließlich über eine gute und ausreichende Verbrennungsluftzufuhr ermöglicht. Deshalb sollte das Zugventil immer ganz herausgezogen und der Rüttelrost geschlossen sein. Asche in der Rüttelrostmulde ist die beste Abdichtung. Zusätzlich sollte bei Holzbrand stets eine mind. 5 cm starke Ascheschicht auf dem Feuerraumboden und in der Mulde des Fächer-Rüttelrostes liegen bleiben, da dies die Luftdichtung nach unten verbessert und Holz generell auf der isolierenden und wärmerückstrahlenden Asche vollständiger und mit dem besten Wirkungsgrad verbrennt.


• Rostlose Verbrennung = umweltschonend!


Durch diese „Grundeinstellung“ bei Holzverbrennung zwingen Sie das Feuer, die gesamte Verbrennungsluft über die Glastürhinterlüftung zu holen… mit dem Effekt einer guten Spülung
der Sichtscheibe. Eine effektive Spülluft hängt natürlich von der Unterdruckkraft des Schornsteins ab!

4a. STARTFEUER

Beim Anzünden des Ofens stellt man häufig, auch in Abhängigkeit zur Wetterlage, fest, dass der Schornstein schlecht zieht. Es empfiehlt sich deshalb, vor dem Startfeuer ein reines „Lockfeuer“
= Papierfeuer (… noch keine Holzauflage!) anzufachen, um die Kaltluftsäule im Schornstein wegzutreiben.
Am besten ist es, durch das Öffnen eines Fensters oder einer Tür gegen die Windrichtung, einen Überdruck im Aufstellraum des Ofens herzustellen. Wenn dann der Schornstein zieht, können Sie ein „Startfeuer“ mit 3 – 4 Holzscheiten (quer und in passender Größe) und Kleinholz oben zum „Topfire-Start“ aufbauen. Das Startfeuer benötigt extrem viel Verbrennungsluft. Deshalb beim Anzünden beachten, ggf. dass zusätzliche „Startluft“ über die leicht geöffnete Ofentür (Blasebalgeffekt) zugeführt wird. Im raumluftunabhängigem Betrieb wird die Startluft auch bei geschlossener Feuerraumtür durch die Air Box zugeführt. Indem das Feuer größer wird, nimmt der Schornsteinzug zu und die Automatik wird aktiviert.

Bei den Modern Line-Öfen fördert die „Vollautomatik“ die notwendige Startluft in den Feuerraum, ohne dass die Feuerraumtüre geöffnet werden muss. Eine vollständig raumluftunabhängige Betriebsweise erfordert natürlich von Anfang an den normgerechten Schornsteinunterdruck von 12 Pa, maximal 20 Pa!
Bei den Classic Line-Öfen gilt Gleiches, wenn diese über die AIRBOX in raumluftunabhängigem Betrieb genutzt werden. Die notwendige Startluft kann hier über eine Öffnung von der AIRBOX zum Aschkastenraum ermöglicht werden.

4b. HEIZFEUER

Nach ca. 60-minütigem Startfeuer kann kräftiges, trockenes Scheitholz nachgelegt werden. Sind die Skamolplatten im Feuerraum sauber gebrannt, so ist dies ein Zeichen dafür, dass Ihr Holz gut ist und die richtige Verbrennungstemperatur im Feuerraum erreicht wurde.
Falls Sie die Feuerraumtüre zum Startfeuer geöffnet hatten, können Sie diese nach ca. 15-30 Minuten ganz schließen. Das kräftige Glutbett im Feuerraum erlaubt mit sparsamem Holznachlegen das Feuer in Gang zu halten! Flammenbildung erreicht man am besten durch das Nachlegen von 2 Stück Holz. Nur die Flamme fördert den Schornsteinauftrieb und damit die Spülluft.
Bei vollem Heizfeuer wird die zur Feinstaubverbrennung benötigte Nachverbrennungsluft (Tertiärluft) hinzugefügt. Alles funktioniert jetzt gut… der Schornsteinzug, die Automatik, die Glastürhinterlüftung. Damit hat Ihr Automatik-Ofen den besten Wirkungsgrad bei optimaler „Scheibenspülung“ erreicht.
Wichtig: Auch beim Nachlegen, insbesondere bei Hartholz oder wenn das Feuer ganz heruntergebrannt ist, wie bei Punkt 4a, Start- luft über die leicht geöffnete Ofentüre (Blasebalgeffekt) geben! Bei allen Öfen im raumluftunabhängigen Betrieb (Classic Line- und Modern Line-Öfen) wird die „Nachlege-Startluft“ zugeführt, ohne die Ofentüre öffnen zu müssen.

4c. DER FEUERVERLAUF

Es ist sinnvoll, entsprechend der Nennwärmeleistung des Ofens, nicht mehr als 2 – 3 Holzscheite quer und in passender Größe (25 cm in kleine Feuerräume und ca. 33 cm in große Feuerräume) nachzulegen, da ein Zuviel an Brennstoff nicht den Wirkungsgrad Ihres Ofens erhöht. Starkbrand mittels Kleinholzfüllung bzw. anderer leicht entflammbarer Materialien, wie z. B. Bauabfallholz in „Vollfüllung“ sollte wegen Überhitzungsgefahr unbedingt vermieden werden. Bitte auch kein „Schmiedefeuer“ mit zu viel Primärluft durch einen geöffneten Rüttelrost provozieren.
Der Rüttelrost sollte wie bei einer Grundfeuerung geschlossen sein. Nach der Verbrennung des Holzes können Holzkohlereste im Brennraum zurück bleiben. Dies ist ein gutes Zeichen für eine sparsame Verbrennung.
Mit nachlassender Flammenbildung reguliert die intelligente Automatik den Übergang zur Gluthaltung, dem Abschluß der Feuerung.

5. HOLZBRIKETT- ODER HARTHOLZFEUERUNG

Die Verfeuerung von Holzbriketts bzw. Hartholz, wie Eiche oder Buche, erfordert die geringste Umstellung. DAN SKAN-Kaminöfen sind für diese Art der Feuerung durch den mustergeschützten Fächer-Rüttelrost, der sich leicht etwas für zusätzliche Primärluft (Unterluft) öffnen läßt, gut geeignet. Aber, bitte durch die
zusätzliche Unterluft (Schmiedefeuereffekt!) keine Überhitzung! Starkbrand im Ofen verursachen, die die Nennwärmeleistung als Grenzwert überschreitet.

6. DAUERBRAND

Bei geschlossenem Fächerrost ist Gluthaltung gegeben, wenn das Brenngut in der nach unten isolierenden Ascheschicht eingebettet ist. Wenn Sie abends, vor dem Zubettgehen, Hartholz wie z. B. Eichenholz in den Feuerraum legen, werden Sie morgens noch Gluthaltung im Feuerraum vorfinden. Die Fortsetzung der Feuerung wird dadurch leicht gemacht.

AUFSTELLUNGSANLEITUNG

1. ABNAHMEBESCHEINIGUNG

Bei der Aufstellung des Kaminofens müssen die landesbaurechtlichen und ggf. speziellen kommunalen Vorschriften Beachtung finden.
Wichtig: Vor Inbetriebnahme Ihres Kaminofens muss die ordnungsgemäße Aufstellung, wie bei jeder anderen häuslichen Feuerstätte, durch einen Schornsteinfegermeister bestätigt werden.

2. SCHORNSTEINZUG

Voraussetzung für eine gute Funktion des Kaminofens ist die Eignung des Schornsteins (Mindestquerschnitt, wirksame Schornsteinhöhe, Art des Kaminzuges u. a.) Lassen Sie sich deshalb unbedingt vor der Aufstellung des Kaminofens durch einen neutralen Fachmann beraten und den möglichen Kaminzug beurteilen. Schornsteinsysteme von 20 cm und mehr Innendurchmesser und weniger als 5 m wirksame Schornsteinhöhe (gemessen ab Oberkante Feuerungsöffnung) können Zugprobleme aufweisen. Der Unterdruck im Schornstein (Schornsteinauftrieb) reicht dann nicht aus, um rauchaustrittsfrei Brenngut nachzulegen. Kleinere Querschnitte (ca. Rauchrohrdurchmesser) und Zughöhen von über 6 m sind vorteilhaft. Bei schlecht ziehenden Schornsteinen und in den Schornstein hineindrückenden Winden, insbesondere bei Inversionswetterlagen, können Kaminöfen zeitweise nicht gefeuert werden, da diese sich bei geöffneter Tür zum Holznachlegen ähnlich wie offene Kamine verhalten!

Kaminöfen der „Bauart 1“ werden als Öfen abgenommen und dürfen nur geschlossen betrieben werden. Sie können zusammen mit anderen Öfen an einem Schornstein angeschlossen werden (Mehrfachbelegung).

3. SICHERHEITSABSTÄNDE

Je nach Konstruktion des gewählten Kaminofens sind Mindestabstände zu Wänden, Möbeln und anderen brennbaren Materialien einzuhalten. Der doppelwandige Konvektionsmantel der DAN SKAN-Kaminöfen wirkt wie ein hinterlüfteter Strahlungsschutz und erlaubt dadurch eine Reduzierung des Abstandes zu brennbaren und temperaturempfindlichen Materialien bis zu 20 bzw. 25 cm.
Zu nicht brennbaren Materialien und hitzeunempfindlichen Gebäudeteilen, wie z. B. mit Binderfarbe gestrichenen Rauhfasertapeten, sind vom doppelwandigen Konvektionsmantel der Öfen mind. 7 cm Wandabstand zur Rückseite und an den Seitenflächen mind. 10 cm Wandabstand einzuhalten.
Vom offenen Feuerraum, den Glastüren, ist ein Sicherheitsabstand von mind. 100 bzw.110 cm zu brennbaren Materialien, Möbeln etc. einzuhalten. Bei doppelter Seitenverglasung der Modern Line-Öfen sind dies nur 55–60 cm. Wärmeempfindliche Materialien wie Leder, Holzmöbel, Stoffe etc. sollten einen Mindestabstand von > 1,5 m, senkrecht zur Glastür gemessen, einhalten.

4. FUSSBODENSCHUTZ

Wird Ihr Kaminofen nicht auf feuerfestem Untergrund aufgestellt, so ist eine Feuerschutz-Bodenplatte bzw. Vorlegeplatte vorzusehen, die
     – nach vorne: vom Aschestop-Fang aus gemessen den Boden mindestens 50 cm vor dem Kaminofen abdeckt.
     – zur Seite: von der Innenkante des Feuerraums bzw. vom Aschestop aus gemessen mindestens 30 cm abdeckt… siehe hierzu auch die DAN SKAN-Herstellererklärung!

5. RAUCHROHRANSCHLUSS

DAN SKAN-Kaminöfen sollten wegen der besseren Zugeigenschaften mit oberem Rauchrohr-Set (Top-Anschluss) angeschlossen werden.
Das senkrecht geführte Rohrstück, die sogenannte „Anlaufstrecke“, verbessert die Thermik und ist bei geringem Kaminzug, z. B. in Dachgeschosswohnungen, besonders wichtig. So kann z. B. bei Inversionswetterlagen der Zug im Schornstein stark reduziert, ja sogar als Fallzug wirken.